Warum ueberhaupt einen externen Monitor?
Gerade beim Filmen mit einer DSLR verwendet man oft den manuellen Fokus und dafuer ist der eingebaute Monitor oft zu klein und ungenau. Mit einem groesseren Monitor faellt einem die manuelle Fokussierung also einfacher. Naja klar und es sieht suuuuper wichtig aus, ist ja auch ein Argument 
Warum HDMI und nicht einen billigen analogen Monitor?
Prinzipiell kann man an eine DSLR auch einen analogen Monitor anschliessen. Die geringe Aufloesung der analogen Uebertragung eignet sich aber nicht wirklich fuer die Schaerfeeinstellung. Darum wuenscht man sich einen hochaufloesenden Monitor mit digitaler Datenuebertragung (z. B. HDMI). Diese externen HDMI-Monitor in einer Groesse von 6-8″ sind aber leider teuer, aber 1000 Euro gehts los.
Guenstige HDMI Alternative?
Bei der Recherche nach einer guenstigen HDMI Alternative bin ich bei cinema5d.com – Field Monitors fuendig geworden. Es war die Rede von einem guenstigen, externen LCD-Monitor, der auch mit DSLR zusammen funktioniert. Es handelt sich um eine Firma aus China, die diese Monitore vertreibt: coollcd.com – HDMI VGA Monitors.
Es werden 6″ und 8″ Monitore angeboten, jeweils in zwei Varianten. Ich habe mich fuer die 8″ Variante entschieden, davon die wenige Euro teurere Variante LILLIPUT 869GL. Dieser kostet 167,00 EUR. Dazu bestellt habe ich mir das Akku-Pack fuer 47,00 EUR sowie einen HDMI-Splitter um zwei HDMI-Monitor an die DSLR anschliessen zu koennen. In Summe also fuer ca. 240,00 Euro bestellt.
Bestellung und Versand
Etwas gescheut habe ich mich vor der Bestellung in China, aber ueber 1000 Euro fuer einen externen Monitor wollte ich dann doch nicht ausgeben. Also am Sonntag Abend online bestellt und mit Paypal bezahlt. Verschickt wurde mit UPS, obwohl man “eigentlich” auch DHL waehlen haette koennen sollen. Am Dienstag wurde dann schon die Tracking Nummer geschickt, Freitag hatte ich das Paeckchen in der Hand. Der UPS Fahrer wollte dann noch 47,00 Euro von mir, Zoll. Auf dem Paeckchen ist ein Aufkleber, der sagt, dass die Kosten vom Zoll vorlaeufig sind und ich ein ein paar Tagen eine Abrechnung bekomme, die ggf. abweichen kann. Wir werden sehen. Ich fands jedenfalls unglaublich, dass es nicht mal eine ganze Woche gedauert hat.
Was wurde geliefert?
Einiges:
Inbetriebnahme
Ausgepackt, angesteckt und am Monitor “HDMI” als Eingangsquelle eingestellt schon hat die DSLR (hier Canon 5D Mark II) im Live View auf den externen Monitor umgeschaltet. Das Gehaeuse des Mini-HDMI Steckers, der in die Camera kommt, war etwas dick, so dass man ihn nicht komplett reinstecken konnte. Funktioniert hat es trotzdem, dennoch habe ich mit einem Cutter etwas vom ohnehin sehr dicken Gehaeuse weggeraspelt.
Technische Details
Video
Man kan beim Monitor HDMI oder DVI als Eingangsquelle waehlen, beides funktioniert wenn man ein HDMI Kabel angesteckt hat. Im HDMI Modus schaltet der Monitor immer den Modus um, wenn man auf Aufnahme drueckt. Bis der Monitor den neuen Modus der DSLR erkennt, ist das Bild ein paar Sekunden schwarz. Eigentlich bloed von der DSLR, dass die da jedes mal den Modus auf dem HDMI-Ausgang umschaltet. Im DVI Modus bleibt das Display aber konstant, wenn man Aufnahme an- bzw. ausschaltet.
In jedem Modus hat man eine etwas anders Seitenverhaeltnis angezeigt. Wann es richtig angezeigt wird habe ich noch nicht ganz durchdrungen 
Die Bildqualitaet auf den Bildern taeuscht etwas, sind nicht ganz perfekt die Bilder.
Geht man ins Menu der DSLR oder in die Bildanzeige (blauer Pfeil) schaltet die DSLR immer das HDMI-Signal auf eine andere Groesse und es dauert ein paar Sekunden, bis der Monitor das merkt. Nutzt man den internen Monitor geht das schneller. Die DSLR angeschlossen an den normalen TV, braucht der aber genauso ein paar Sekunden beim Umschalten. Bloed, dass die DSLR da jedes mal den Display-Modus aendert.
Audio
Bei der Canon 5D Mark II hoert man keinen Ton beim Abspielen von aufgezeichneten Videos. Bei der Nikon D3s funktioniert das. Canon 5D an normalen TV funktioniert auch mit Ton.
Allerdings hoert sich der Ton an dem HDMI-Monitor wirklich nicht toll an, eher kraechtzend und kaum zur Kontrolle geeignet.
Display Qualität
Display ist scharf, da gibt es nichts zu motzen. Unklar ist noch, wie es bei Sonnenschein im Freien aussieht. Das wird sich zeigen, wenn mal wieder die Sonne scheint…
Montage
Doch wie nun das ganze irgendwie montieren? An der Unterseite des Monitors ist ein Gewinde, identisch mit dem an der Unterseite an einer Camera zur Befestigung am Stativ. Der Akku sollte auch noch wohin.
Habe mir dazu einen Blitzneiger mit Kugelkopf besorgt. Auf den kann man den Monitor aufschrauben und in den Blitzschuh der Kamera stecken. Allerdings nicht ganz perfekt, der Blitzschuh hat keine wirkliche Befestigungsschraube, so dass der etwas hin und her rutschen kann. Zur Not hilft da etwas Papier dazwischen stopfen, aber sicher nicht die perfekte Loesung. Von Manfrotto gibt es wohl etwas extra fuer Monitore am Blitzschuh zu befestigen, aber die lokalen Foto-Dealer sind da ueberfragt…
Den Akku konnte man mit Hilfe einer Beilagscheibe von dem Blitzneiger an der Rueckseite des Monitors anschrauben. Etwas improvisiert, aber es haelt.
Fazit
Nicht perfekt, aber fuer den Preis durchaus brauchbar. Der Blitzneiger hat etwa 40,00 Euro gekostet. In Summe habe ich also ca. 300,00 Euro bezahlt, wenn man den HDMI-Splitter mal wegrechnet.
[Update]
Wie sich mittlerweile raus gestellt ist die Displayqualitaet des Monitors nicht wirklich gut. Hier spielt eben doch der Preis eine Rolle. Im Grunde hat man beim Scharfstellen gegenüber dem internen Monitor keinen Vorteil.
Links
Oft bemaengelt bei DSLR-Videofilmern, es gibt keinen manuellen Mode oder der manuelle Mode laesst sich in der Videofunktion eben doch nicht vollstaendig manuell bedienen. Canon hat in dieser Hinsicht seine Hausaufgaben gemacht. Die Frage war nun, wie sieht das bei den Nikon aus?
Nach einer ausfuehrlichen Untersuchung beim ortsansaessigen Fotohaendler steht nun fest:
Canon 5D MK II und 7D (vermutlich also auch die 1D MK IV) haben im manuellen Mode keine automatische Helligkeitsanpassung, so wie man es sich wuenscht.
Na vielleicht lernt Nikon ja auch noch, so wie Canon es bei der 5D MK II gemacht hat. Wollen wie es hoffen fuer die Nikon Videofilmer!
Update
Canon gibt im Video-Bereich immer mehr Gas, fuer Maerz ist die Beta fuer ein Final Cut Pro Plug-in angekuendigt, um das Bearbeiten von Canon DSLR-Videos zu beschleunigen und zu erleichtern:
Ein Live-Erfahrungsbericht zu PiXel-Dingsbums Flash 313 oder so… für Canikon.de Kodak-Hyper Wettbewerb. Produziert von HarryJ und iBogi (Hardcore Flash Production Munich, Bavaria!)
Viel Vergnügen beim Zuschauen. Am Ende wird dann richtig gerockt
Shoots with Nikon D3s
Edited on a MacPro Pro using Final Cut Express – HD in 1280×720
Script&Cut by iBogi
Grüße von der Isar!
THE FLASH from Harry J. Bauer on Vimeo.
Je nach Vorlieben kann das Video auch bei YouTube in HD angesehen werden: YouTube – THE FLASH
Neue Kamera gekauft und die RAW bzw. NEF Bilder lassen sich nicht in Adobe Photoshop oder Bridge CS4 oeffnen?
Das ist z. B. bei der Canon 5D Mark II oder der Nikon D3S der Fall. Abhilfe schafft ein Adobe Camera Raw Update. Das kann entweder manuell bei Adobe runtergeladen werden oder ueber die automatische Aktualisierungsfunktion im Photoshop (Hilfe->Aktualisierungen) gemacht werden.
Ein Upate von Photoshop von Version 11.0 auf 11.0.1 schadet sicherlich auch nicht, einige Stabilitaetsprobleme sollen damit behoben werden.
Etwas in die Roehre gucken die CS3 Benutzer, weil die Adobe Camera Raw dafuer nicht mehr weiter entwickelt werden.